Ihr Umgang mit Wasser im Haushalt



Haushalt_Wasserverbrauch_Di_9780Ein paar praktische Tipps:
  • Haendewaschen_9813Beim Händewaschen stellt man meist das Wasser einmal an und erst wenn die Hände fertig abgewaschen sind, wird das Wasser wieder abgestellt. Etwa 15 - 20 Liter fließen dabei ungenutzt ab, während man sich die Hände einseift. Drehen Sie das Wasser öfters ab, bei gleicher Hygiene kann so der Wasserverbrauch beim Händewaschen um bis zu 70 % reduziert werden.

  • Duschen_9782Für ein Vollbad in der Badewanne benötigt man rund 140 Liter Wasser. Das ist auf einmal annähernd so viel Wasser, wie ein deutscher Normalbürger durchschnittlich an einem ganzen Tag verbraucht. Beim Duschen hingegen fließen pro Minute lediglich etwa 20 Liter Wasser. Besser ist es also, das Duschen dem Baden vorzuziehen; das reduziert den Wasserverbrauch um jeweils etwa 60-80 Liter und damit um ca. 60%. Also: lieber seltener und dafür mit Genuss baden.

  • tropfender_Wasserhahn_9815Platsch ... platsch ... platsch ... . Es ist ja nicht so, dass einen nur das tropfende Geräusch eines Wasserhahns auf Dauer nerven würde. Nein, auch die steigenden Kosten bei der jährlichen Rechnung des Wasserversorgers werden einen stören. Denn ein Wasserhahn, der tropft, kann über das Jahr gerechnet sehr viel Wasser kosten. Ein Tropfen pro Sekunde ergibt rund 1 Liter ungenutztes Wasser nach 5 1/2 Stunden. Rein rechnerisch sind das rund 1.580 Liter in einem Jahr. Für die Einsparung dieser unnötigen Kosten lassen sich tropfende Wasserhähne (und andere undichte Wasserinstallationen) reparieren.

  • waschmaschine_9814Circa 15 % des Trinkwassers im Haushalt fließen in die Waschmaschine und kommen als Schmutzwasser wieder heraus. Hier stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Wasserschonung zur Verfügung: 
    - Starten Sie die Waschmaschine nur voll beladen.  
    - Nutzen Sie nach Möglichkeit Wasser und Energie sparende Waschprogramme. 
    - Behandeln Sie schwierige Flecken mit Gallseife vor. 
    - Waschmittel im Baukastenprinzip (waschaktive Substanz, Wasserenthärter, Bleichmittel) kann man viel genauer nach Bedarf dosieren.
    - Orientieren Sie sich bei Ihrer Dosierung zunächst einmal an der Untergrenze des jeweiligen Härtebereichs (den Härtebereich erfahren Sie hier). Ist das Waschergebnis nicht zufrieden stellend, können Sie beim nächsten Mal die Dosis immer noch erhöhen.
    - Dosieren Sie das Waschmittel nach der bewährten Regel: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich".
    Für leicht und normal verschmutzte Wäsche reicht oft 1/3 weniger als auf der Waschmittelpackung angegeben ist vollkommen aus.
    - Verzichten Sie auf Weichspüler und andere Zusatzstoffe.

  • Gemüse oder Salat sollten vor Zubereitung und Verzehr abgewaschen werden. Viele machen dies unter fließendem Wasser, damit alles gleich direkt in den Abfluss fortgespült wird. Nehmen Sie besser eine Schüssel, füllen sie mit Wasser und geben das Gemüse oder den Salat hinzu. Wenn das Ganze dann so noch einige Minuten stehen bleibt, lässt sich der inzwischen aufgeweichte Schmutz gleich viel leichter abwaschen. Tropfen Sie die Lebensmittel anschließend in einem Sieb gut ab. Das Wasser in der Schüssel kann häufig noch als Gießwasser verwendet werden.

  • Spuelmaschine_9781Geschirrspülmaschinen sind besser als Hände! Hier ein Rechenbeispiel: um 12 Gedecke von Hand zu spülen benötigt man bis zu 50 Liter Wasser sowie 2,5 kWh Strom, um dieses Wasser zu erwärmen. Eine Geschirrspülmaschine benötigt jedoch durchschnittlich nur ca. 19 Liter Wasser und lediglich 1,4 kWh Strom für die gleiche Menge an Geschirr. Das bedeutet eine deutliche Einsparung von bis zu 31 Liter kostbarem Trinkwasser sowie von 1,1 kWh Strom. So können Sie spülend Energie und Wasser sparen!

  • Optimieren Sie das Spülen mit der Geschirrspülmaschine für die Umwelt, indem Sie folgende Tipps beherzigen:
    - Setzen Sie die Geschirrspülmaschine nur voll beladen in Betrieb, um Wasser und Geschirrspülmittel optimal
    zu nutzen. Geben Sie das Geschirrspülmittel nach Gebrauchsanleitung zu und vermeiden Sie eine Überdosierung. Sie können davon ausgehen, dass die Spülmittelhersteller kaum zu geringe Mengen nennen.
    - Entfernen Sie vor dem Einräumen in die Geschirrspülmaschine grob die Speisereste vom Geschirr.
    Aber ohne Wasser. Denn das Vorspülen von Geschirr unter laufendem Wasserhahn ist Verschwendung! 
    - Nutzen Sie Sparprogramme. Das energieintensive Spülen mit der höchsten Temperaturstufe ist nur selten erforderlich, das Geschirr wird meist auch bei geringeren Temperaturen sauber.
    - Nur selten - bei extrem verschmutztem Geschirr - ist ein zusätzlicher und somit Wasser verbrauchender Vorspülgang wirklich notwendig.
    - Bei Wasser bis zum Härtebereich 1 ist in der Regel kein Salz notwendig
    (Hier erfahren Sie den Härtebereich).